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Die Be-Deutung von Vor- und Familiennamen

Nomen est Omen

Im Begriff Nomen ist das Omen enthalten, im Ausdruck „ich heiße“ haben wir die Verheißung, das Geheiß, und im Wort Namen befindet sich das Amen, was „so sei es!“ bedeutet. Entdeckt und entwickelt werden kann nur, was in uns bereits vorhanden und offenbar ist. Das ist die „Geheime Offenbarung“. Geheim kommt von Heim und steht im Kontext von sich heimisch fühlen.
Der Ansatz von Nomen est Omen ist phänomenologisch, was sichtbar machen, erscheinen bedeutet. Alles, was ist, auch wenn es noch so tief im Verborgenen ruht, scheint durch alle Schichten des Lebens hindurch. So spiegelt sich auch das Wesen eines Menschen in seinem Namen wider.



Das Wesentliche im eigenen Wesen erkennen

Seit jeher ist es ein Grundbedürfnis des Menschen, zu erkennen, wer er ist, und seine Bestimmung und Aufgabe zu wissen. Das ist das Fundament für jegliche Lernprozesse und Teamarbeit. Fehlt diese Basis, treibt der Anerkennungshunger seine Blüten. Das Gerangel um einen Platz im System, sei es im Familiensystem, im Klassenverband, im beruflichen Team, im Gesellschaftssystem oder im Staatenverbund, nimmt seinen Lauf. Im Kleinen und im Großen beginnen Menschen sich zu bekriegen, ohne zu kriegen, was sie wirklich brauchen. Verstehen wir uns selbst, können Dinge wie von selbst entstehen. Das Wissen um Namensessenzen erleichtert die Menschenführung.

Schon der Philosoph und Psychotherapeut Graf Dürckheim war der Überzeugung, dass der Vorname eines Menschen von Gott gegeben ist, auch wenn Eltern den Namen für ihr Kind ausgewählt haben. Im Vornamen sind unsere Gaben enthalten, die unseren inneren Entwicklungsrahmen bestimmen. Der Familienname dagegen kennzeichnet den äußeren sozialen Rahmen.

Im Fall von Hans Eichel wirkt der Familienname Eichel nochmals stabilisierend, denn eine Eichel ist die Frucht der Eiche, und diese steht, besonders die deutsche Eiche, für Stabilität und Wertigkeit. Denken Sie auch an das Wort eichen und den Eichmeister, der das gesetzliche Maß prüft. Der Namensträger Hans Eichel öffnet bewusst oder unbewusst und unabhängig vom tatsächlichen Erfolg kollektive Bilder von Glück und Stabilität.
In so manchem Namen von berühmten Persönlichkeiten können wir die Essenz von Vor- und Familiennamen erkennen.


Edmund Stoiber

Edmund kommt aus dem Angelsächsischen: ead = Besitz, Vermögen und mund = Verteidiger, Beschützer, Schutz. „Mundschutz“ bedeutet in diesem Kontext, dass Edmund seinen Besitz vorzüglich mit seiner Hauptwaffe, seinem Mund, schützt und verteidigt. Mit scharfer Zunge verschafft er sich Gehör und spitzt Situationen zu, beispielsweise indem er den Intelligenzquotienten der Bayern ins Rampenlicht zu rücken suchte. Die Überdosierung einer Stärke lässt diese sich ins Gegenteil verkehren, und so drohte sein Besitz Bayern, den er so übereifrig zusammengehalten hatte, dank Gabriele Pauli zu zerstäuben. Stoiber geht auf Staub und stäuben zurück. Gabriele heißt stark, Pauli von Paul der Kleine – klein, aber oho!



Bertold Brecht

Der gesellschaftskritische Schriftsteller Bertolt Brecht machte seinem Nachnahmen alle Ehre. Im Verb brecht! steckt die Aufforderung, beispielsweise mit alten Wertvorstellungen zu brechen. „Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank“ ist eine von vielen Verlautbarungen Brechts. Der Vorname Bertolt kommt aus dem althochdeutschen beraht, das strahlen, glänzen bedeutet. Das althochdeutsche olt bedeutet walten, herrschen und gab Bertolt Brecht die Kraft, gesellschaftskritisch zu sein und Idealen zum Glanz verhelfen zu wollen; alte und ursprüngliche Ideale und Werte wieder ans Tageslicht zu bringen, zu halten und zu bewahren.



Wie Sie mit Namensdeutungen in der Praxis arbeiten können!


Ein Großteil des Lehrerkollegium einer Schule hatte Probleme mit einem Andreas. Das altgriechische andreios bedeutet mannhaft, tapfer. Andreas wird vom As seines Namens gezogen, dem höchsten Trumpf im Kartenspiel. Gerne will er der Beste sein und gerne, indem er es anders macht als die andern, was als Anagramm in Andreas auftaucht. Fühlt er sich in dieser Kraft anerkannt, zeigt er sich sozial sehr engagiert und ist selbstverständlich für die andern da. Die Essenz des Andersseins finden wir im Apostel Andreas. Er wurde nicht an ein normales Kreuz geschlagen, sondern an einem anderen, einem x-förmigen Kreuz gemartert. Er fand sich nicht würdig, wie sein Herr, Jesus Christus, zu sterben. Daher stammt der Terminus „Andreaskreuz“, welches wir von Bahnübergängen kennen. Die Geschichte verdeutlicht den dienenden Charakter von Andreas und zeigt auch seine Andersartigkeit im Eintreten für die Gerechtigkeit.

Die Gabi eines Teams beschwerte sich immer wieder, ausgenutzt zu werden. Eine Gabi gibt und gibt und verausgabt sich letztlich, wo doch Gabriele im Grunde genommen Gott macht stark bedeutet, aus hebräisch geber = der starke Mann, el = Gott. Gabi gibt und vergisst Gott und letztlich auch sich.

Ähnlich erging es einem Achim, der bis zur Erschöpfung arbeitete, weil er glaubte alles alleine machen zu müssen. Achim geht zurück auf Joachim, aus hebräisch jehojakim = Jahwe wird aufrichten. Achim versuchte das ohne J(o) = Jehova, Gott. Wird jemand als Achim getauft, sollte er sich zumindest an die Ursprungsform Joachim erinnern, damit die Hilfe Gottes mit in sein Leben kommt.





Das weiß schon der Volksmund!


Vom Hans im Glück bis zu den Hänseleien

Der Hans, der kann’s!“, spricht der Volksmund. Hans ist begnadet. Der Name ist die Abkürzung von Johannes, wörtlich: Jahwe hat Gnade erwiesen. Von Hans wird Geschicklichkeit und Stabilität erwartet. So verwundert es nicht, wie häufig besonders in vergangenen Generationen der Name vergeben wurde.
Der in der Gnade Gottes stehende Hans spiegelt sich im Märchen „Hans im Glück“ wider. Der englische Hans heißt Jack und taucht im „Jackpot“ auf, dem Glückspot, den viele knacken möchten. Auch für das Glücksspiel „Black Jack“ dient der Glück verheißende Hans.

Als „Hans Dampf in allen Gassen“ gerät der Namensträger leicht ins Zwielicht. Umgangssprachlich abwertend, steht diese Redensart für überall dabei sein und sich auskennen oder zumindest so tun, als ob man sich auskennt. Ohne notwendige Bescheidenheit wird der Namensträger zum Prahlhans oder gar Hanswurst, und Hänseleien blei ben ihm dann nicht erspart.


Den Harry spielen

Der Vorname Harald geht zurück auf althochdeutsch heri (das Heer, der Krieger) und waltan
(walten, herrschen). Harald zeigt sich beharrlich und harrt aus. Im Negativen krallt er sich fest, wirkt starr und stur oder „spielt den Harry“, was für „einen Aufstand machen“ steht, wenn er sich nicht genügend beachtet fühlt, denn ein Held will gesehen werden.
Harald Schmidt, mit Spitznamen „Dirty Harry“, hält mit Witz und Sarkasmus andere unten und sich selbst hoch. Stets geht er als Sieger und Held der Sendung hervor – bekanntlich sitzt der Gockel ganz oben auf dem Misthaufen. Dank des Familiennamens Schmidt, eigentlich Schmied, fasst er auch heiße Eisen an, packt zuweilen grob und kräftig zu.
Aufmüpfig gibt sich auch Prinz Harry von England, der ebenfalls gerne „den Harry macht“ und laut Yellow Press als „Partyprinz“ in die Geschichte des englischen Königshauses eingeht.
 



Den Louis machen

Fühlen sich Ludwig, Louis und auch Luise, zu Deutsch laut und bekannt, nicht beachtet, „machen sie den Louis“, das heißt, sie proben einen Aufstand, sodass man sie nicht mehr vergessen wird. Der zweite Teil wig von Ludwig bedeutet im Althochdeutschen Ringen, Kampf und Krieg.



Den großen Max spielen

Das lateinische Wort maximus heißt sehr groß respektive der Größte. Kleinsein und nicht gesehen zu werden ist das Schlimmste, was Max, Maxim und Maximilian(e) passieren kann. Max, vor allem Mäxchen, wird schnell ungeduldig und markiert gern auch mal „den wilden Max“. Überspitzt ist der Charakter des Namensträgers in Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ dargestellt.



Frech wie Oskar


Oskar ist immer für Überraschungen gut – und, laut Volksmund, „frech wie Oskar“. Äußerst sprachgewandt, vermag etwa Oskar Lafontaine seine Spitzen mit spitzer Zunge zu verteilen, um zu signalisieren, dass er die wahre Spitze ist. Oskar bedeutet der Ase, die Gottheit mit dem Speer. Oskar als Gottheit machte die Teamarbeit im Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder unmöglich, da es bei den Christen nur einen Gott gibt. Er schied aus, bevor Gerhard, von althochdeutsch ger = Speer, diesen einsetzen musste. Der Familienname Lafontaine, was die Fontäne bedeutet, mildert die Urkraft dieses Oskars nicht. Eine Fontäne ist laut Duden-Herkunftswörterbuch ein „mächtiger, aufsteigender (Wasser-)Strahl“ und steht für Quelle. Oskar Lafontaine ist eine Quelle unbändiger Kraft, die nicht selten außer Rand und Band gerät.




Petrus, der Fels, und der Schwarze Peter

Peter, griechisch pétros, bedeutet Felsblock. Auf Petrus hat Jesus, der Bibel zufolge, seine Kirche errichtet. Peter und Petra wirft so schnell nichts um! Die Festigkeit von Peter und Petra kann im Negativen bis zur Starre gehen. Trotzdem bezeichnen wir einen Wackelpudding als „Wackelpeter“. So sehr wir den Pudding auch hin- und herbewegen, er ist nicht aus der Schale zu kippen! Peter und Petra sind einzelgängerisch, führen gerne und neigen dazu, möglichst alles alleine zu machen. Treiben sie das Spiel zu weit, sind sie bedroht, für alles Mögliche und Unmögliche verantwortlich gemacht zu werden. Schnell wird ihnen dann der Schwarze Peter zugeschoben. Für was Peter alles verantwortlich gemacht wird, zeigen uns die Redensarten zu Petrus:


Petrus meint es gut

Petrus fungiert in christlicher Überlieferung auch als Türsteher an der Himmelspforte, weil er nach Matthäus 16,19 die Schlüssel des Himmels erhalten hat. Deshalb meinen wir mit „bei Petrus anklopfen“ umgangssprachlich „sterben“. Für das Wetter wird Petrus ebenfalls verantwortlich gemacht. Im späten Mittelalter wurden aus den Schlüsseln die Schleusen des Himmels. „Petrus meint es gut“ steht für schönes Wetter“, Schleusen verkörpern die Macht, Dinge in Fluss zu bringen, was die Führungsqualität von Petrus, Peter und Petra erklärt. Die Fähigkeit, über das Wetter zu bestimmen, zeigt die Namensträger zudem als Stimmungsmacher.

Der ZappelphilippDer Name Philipp ist zusammengesetzt aus den altgriechischen Wörtern phílos (Freund) und híppos (Pferd). Spätestens seit der Geschichte vom „Zappelphilipp“ wissen wir, dass Philipp ein unruhiger, hippeliger Geist ist. Auch in Pferden stecken wilde Kräfte, die es zu zügeln gilt. Ab und an gehen die Pferde mit Philipp durch und lassen ihn richtig „flippig“ sein oder sogar „ausflippen“. Gemäß dem englischen Idiom „Hold your horses“ wird Philipp lernen können, „seine Pferde (in Zaum) zu halten“.



Alles Roger!

Roger ist die englische Form von Rüdiger, was ruhmvoller Speerkrieger bedeutet. Während Rüdiger optimalerweise sehr aktiv ist und als Pionier nach vorne dringt, glaubt Roger zuweilen, dass alles bereits „Roger“ ist, um sich bequem im Sessel zurücklehnen zu können. Roger neigt dazu, den Pionier lieber in seinen Träumen auferstehen zu lassen. Im englischen Funkverkehr steht „Roger“ für „verstanden“.



Thomas, „der Ungläubige“

Thomas kommt vom aramäischen teoma und heißt Zwilling. Der Jünger Thomas ist durch die biblische Geschichte, dass er erst die Wundmale Christi berühren wollte, bevor er an die Auferstehung Jesu glauben konnte, als ungläubiger Thomas bis heute im Gedächtnis der Menschen. Deshalb wird er gern auch mit griechisch thoma und thauma = Verwunderung, Wunder, Staunen in Verbindung gebracht.
Die etymologische Bedeutung Zwilling und die christliche Geschichte vom ungläubigen Thomas stehen in einem Kontext. Im Begriff Zwilling ist die Zwei enthalten, so auch im Wort Zweifel, der Thomas immer wieder befällt und ihn fragen lässt: „Ist das richtig oder falsch, mache ich besser das oder etwas ganz anderes?“ Ungläubig und zweifelnd ist Thomas insbesondere in Bezug auf sich selbst. Auch wenn ihm Wunderbares widerfährt, wird sich der Zweifler und Grübler in ihm zu Wort melden.

 

Zur Methode


Ursprungsbedeutung, Wortbilder und Anagramme eines Namens, das sind Wortbilder, die durch Buchstabenumstellung entstehen, lassen Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu. Nehmen wir das Beispiel Joachim, von hebräisch jehojakim, das Jahwe (als Name für Gott) wird aufrichten bedeutet, so haben wir am Anfang des Lebens von Joachim das Wortbild Jo, das für Ja, Lebensbejahung und Optimismus steht. Und wir haben das Anagramm Joch, in welches Joachim in einer späteren Phase gezwängt werden wird und das einen optimalen Entwicklungsrahmen für diesen Namensträger darstellt. Erst wenn sich Joachim diesem Wachstumsrahmen stellt, wird er von Gott aus der Tiefe aufgerichtet. Vor der Akzeptanz des Jochs erlebt Joachim dieses in der Regel als Ochsenjoch, als Zwang und Unterdrückung und hadert meist mit seinem Schicksal. Vielleicht war er zuvor zu hoch emporgestiegen, hat sich bereits von Gott aufgerichtet gefühlt und musste von Gefühlen der Allmacht zurück ins Joch gebracht werden. Das Anagramm och in Joachim, das wir als Ausruf der Enttäuschung benutzen, und das Wortbild ach, das für ächzen und krächzen steht, verdeutlichen die „negativen“ Gefühlswelten, die Joachim durchlaufen muss, bis er im letzten Drittel seines Lebens zu seiner wirklichen Größe kommen kann. Vorausgesetzt, er bleibt nicht im Ächzen und Krächzen und Jammern über sein Joch hängen.


Licht- und Schattenspiele in Namen

In jedem Namen spiegeln sich Stärken und Schwächen einer Persönlichkeit wider, die sich in einem Stärke-Schwäche-Spiegel darstellen lassen. Ein Zuviel von einer Kraft, sprich eine Überdosis, ist genauso problematisch wie ein Zuwenig, sprich eine Mangelerscheinung. Analog ist Fettsucht genauso schädlich und gefährlich wie Magersucht. Die Kunst besteht darin, die eigene Mitte zu finden und diese zu halten, ohne festzuhalten. Erst mit der Kunst des Haltens entsteht das Gefühl des Gehaltenseins.


Gefahr und Möglichkeit von Namensdeutungen

Namensdeutungen bergen die Gefahr, unser Schubladendenken zu verstärken, statt mit den Menschen über andere Menschen zu reden. Obwohl mitteilen im Grunde bedeutet, dass wir mit den Teilen sind. Gleichzeitig aber bieten Namensdeutungen die Möglichkeit, ein besseres Verständnis von uns und anderen zu entwickeln. Gehen wir weise mit diesem Wissen um, so kommen wir uns und anderen Menschen und damit der Liebe ein Stück näher. Das entspricht dem Aphorismus: „Liebe ist der kürzeste Abstand zwischen zwei Menschen“, und demgemäß auch der kürzeste Abstand zu sich selbst und seinem Wesen.





"Ein falscher Name – das ist der Anfang vom Ende.“
(Shakespeare)

Auszug aus dem Buch
"Werbewirksame Namen - leicht gemacht"
 
Riester, ARGE und ELSTER

Rentiert sich die Riester-Rente? Riester ist ein unglücklicher Begriff für ein erfolgloses Projekt, verheißt doch der Familienname Riester Flickschusterei. Nach dem dtv-Atlas zur Namenkunde bezieht sich der Name Riester auf „Reparaturen“. Er geht auf das Wort reißen zurück. Riester und Riesterer waren Flickschuster.

Ein Flickwerk braucht einen guten Klebstoff. Insofern passen Riesterrente und Hartz gut zusammen, denn Harz klebt, einmal verklebt kommt man nicht so leicht wieder davon los.Und was ist im Argen mit der ARGE? Die millionenschwere Namensumwandlung der Arbeitsämter in Arbeitsagenturen führte schließlich zur ARGE. Mit diesem negativen Bild wird der Wille nach Verbesserung ad absurdum geführt. ARGE ist nicht nur sprachlich nah am Ärger!

Zudem erinnert der Name an Argus, den hundertäugigen Wächter aus der griechischen Mythologie, was wiederum die Arbeitsagentur als Kontrollsystem entlarvt. Das Logo der Arbeitsagentur, ein abgebrochenes A, verspricht keinen Neuanfang. Menschen, die beruflich ins Stolpern geraten sind, treffen sich in dieser Institution wieder, obwohl das A als erster Buchstabe im Alphabet für Stabilität und Anfang steht. Die Elektronische Steuererklärung ELSTER zu nennen ist nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme des Finanzministeriums. Wer lässt sich schon gerne von der sprichwörtlich „diebischen Elster“ ausnehmen, bis der „Kuckuck“ kommt, der guckt, was es noch zu holen gibt.

Erfolg und Misserfolg von Projekt- und Werbenamen

 

 

Auszug aus dem Buch "Nomen est Omen"
Beispiel einer Vornamensdeutung


Barbara

Barbara, aus griechisch bárbaros, ist mit altindisch barbara-h identisch und heißt stammelnd. Auch das Anagramm brab in Barbara erinnert an die Ausdrücke brabbeln und babbeln, die für die ursprünglichen Laute der Babysprache stehen - siehe auch englisch to babble = stammeln.
Das lateinische barbarus steht für die Fremde und heißt auch Barbar. Laut Duden Herkunftswörterbuch ist der Barbar ein Mensch, "der mit der einheimischen Sprache und Gesittung nicht vertraut war und darum als roh und ungebildet galt."

Es ist naheliegend, dass Barbara grundsätzlich nur schwer heimisch wird, sich immer leicht fremd und schnell unverstanden fühlt. Hieraus strickt sie unter Umständen für sich die Geschichte, nicht intelligent genug zu ist. Das Wort fremd aus neuhochdeutsch fram bedeutet vorwärts, weiter, unbekannt und vonweg - siehe auch englisch from. Diese Kraft verleiht Barbara die Qualität außergewöhnlich und innovativ zu sein.

Das dem Barbar angedichtete Rohe und Wilde, erinnern Sie sich an Barbarossa, den Rotbärtigen, steht bei Barbara symbolisch für das Ursprüngliche, das sie sich allerdings oft nicht traut zu leben. Die unterdrückte Barbara verwirrt ihre Mitmenschen noch mehr als die wilde. Auch das Wort bar steht für unbedeckt, nackt und frei, das oft nur in der Nackt-Bar gelebt werden darf. Das Unmittelbare und Direkte von bar ist auch im Begriff Bargeld enthalten, das im Gegensatz zu einem Scheck sofort verfügbar ist. Barbara kann durch das doppelte Bar-Bar(a) in ihrem Namen nicht über doppeltes Bargeld verfügen. Sie hat aber durch den Doppelklang die Möglichkeit, in der Kommunikation ursprünglich und sehr direkt zu sein. Oder sich komplett zu verschließen und zu verstecken. Dazwischen kennt sie wenig Spiel.

Das Bare im Sinn von Natürlichem gilt es für Barbara zu gebären, denn bar zu althochdeutsch beran heißt tragen, bringen - vergleiche auch gebären und es bedeutet auch fähig zu tragen, Frucht tragend, fruchtbar. Das heißt Barbara ist der Träger einer ursprünglichen Kraft und Überbringer dieser Kraft. Sie muss diese also noch hervorbringen. Gebären ist unter Umständen, und besonders in anderen Umständen, Schwerstarbeit, eben Bärenarbeit. Als Träger der Kraft ist Barbara in der Lage Energie zu halten. Das doppelte br in B(a)r-b(a)r(a) zügelt die wilde Kraft, wie der Brr-Ruf des Reiters ein kräftiges Pferd zum Halten bringt. Wenn sich Barbara nicht selbst gebärt besteht die Gefahr der Selbstunterdrückung oder eines Übertragens wie in der Schwangerschaft. Trägheit und Unzufriedenheit sind die Folge.

Zum Anagramm Rab, das für Rabe steht und in Barbara gleich zweimal auftaucht, gibt es in der germanischen Mythologie den Raben als Boten und Späher für Odin, den Gott aller Götter. Das Fremde und die Außergewöhnlichkeit verleihen Barbara die Gabe aufmerksam beobachten zu können, und eine gute Sicht auf Neues zu haben.


Stärke-Schwäche-Spiegel für den Vornamen
Barbara

aus griechisch bárbaros = stammelnd, die Fremde
fremd neuhochdeutsch fram = vorwärts, weiter
Anagramme: bar, Barbar, rar, ar = freie Fläche, Rab für Rabe

Zu viel

 

Richtig dosiert

in der Mitte

Zu wenig


als
als
als
Schwäche
Stärke
Schwäche
S C H A T T E N
L I C H T
S C H A T T E N

WORTBILDER

Barbar = Fremde
fram = vorwärts
extravagant
außergewöhnlich
unterdrückt
einzelgängerisch/isoliert
innovativ
dogmatisch
bar
chaotisch
ursprünglich
starr
verwirrt
klammernd
rar
selbstüberschätzend
selten + kostbar
minderwertig
ar
grenzenlos
Freiraum + Raum
engstirnig
„ich kann alles!“
„nichts geht!“

Rab(e)

grenzenlos


als Bote und Späher

intuitiv

an Realitäten klammernd
unrealistisch

spirituell

dogmatisch bis konservativ
Kontrolle (s.Späher)

 

 

 

Wirkende Bilder und bestimmende Kräfte des Anfangsbuchstabens

B

Die Senkrechte des B bedeutet Festigkeit, Aufrichtigkeit und Verbundensein mit Himmel und Erde. Denken Sie an den Begriff Baum, der mit B beginnt und für Aufrichtigkeit und Festigkeit steht. Er kann sich im Winde wiegen, weil er tief verwurzelt ist. Der Boden ist seine Basis. Der Baum ragt in den Himmel und symbolisiert so die Verbindung zwischen Himmel und Erde.

An der Senkrechten des B wölben sich zwei Busen. Sie stehen für Fülle und Kraft im Hier und Jetzt. Denken Sie an den Ball, der rund wie die Erde und voll ist. Mit dem B hat alles Bestand, weil es für Basis und Fülle steht wie der Busen, der das Baby bestens nährt. Nur der Barbiepuppe hätte das B im Zuge der Rechtschreibreform aberkannt werden müssen.

Vornamen, die mit B beginnen, zeugen von dieser erdigen Kraft. So bedeutet Bernhard ursprünglich der Bär, welcher als Symbol der Kraft gilt. Auch Berta hat mit Kraft zu tun. Die "dicke Berta", die Kinder früher gerne spielten, indem sie deren Körper in großen Kreisen zeichneten, in welche sie gezielt springen mussten, ist nicht wirklich dick. Die dicken Kreise stehen für Kraft. Und Barbara ist zumindest sprachlich direkt mit den wilden Barbaren verwandt, die ohne Kraft in der Wildnis keine Überlebenschance haben.

Beim Aussprechen des B werden die Lippen leicht zusammengedrückt und es wird ein sanfter Luftstoß erzeugt. Nicht nur in der Form, auch in der Aussprache ist die Weichheit des Lippenlauts B zu erkennen. Lippen stehen wie das B selbst für Weichheit und Liebe. Mit den Lippen nimmt das Baby nicht nur die Muttermilch, sondern auch die Liebe der Mutter in sich auf. Wie wichtig für Menschen wohlgeformte, volle Lippen sind, beweisen die vielen Schönheitsoperationen, denen sich Frauen unterziehen. Silikonlippen aber sind nicht wirklich weich!

 

 

Beispiel einer Vornamensdeutung im Kontext des Familiennamens

Albert Einstein
Albert ist abgeleitet aus den altdeutschen Vornamen Adalbert und Adelbert, von Adel und edel kommend. Bert stammt aus dem althochdeutschen beraht, das wie das englische bright strahlend und glänzend bedeutet. Albert ist der Edle und Strahlende.

Das Edle in Albert ist verdeckt. Er brüstet sich nicht von edlem Geschlecht zu sein, sondern gehört zu den stillen Genießern unter den Edlen. Wie alle Namensträger mit edel und Adel ist auch Albert und speziell Albert Einstein ein Einzelgänger von durchaus ungewöhnlichem Naturell und mit besonderem Witz ausgestattet.

Albert erinnert an albern. Dieser Begriff leitet sich von dem Wort all ab, weil Albernheit eine besondere Art Humor ist, die durch die Schlichtheit von allen angenommen werden kann. Albernheit geht nicht auf Kosten anderer. Dennoch kann dieser Humor gewitzt intelligent sein. Albern ist auch verwandt mit freundlich, wohlwollend und bedeutet sogar schlichte Güte. Seine Popularität verdankt Albert Einstein gerade dieser Ausstrahlung von Güte und Humor, welcher mit Weisheit gepaart ist. Unzählige Postkarten mit Einsteinsprüchen freuen sich großer Beliebtheit. Auf einer Karte steht beispielsweise: "Seit die Mathematiker über meine Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr!"

Im Stärke-Schwäche-Spiegel kann sich der wohlwollende und gütige Albert, der Edle und Strahlende, durchaus kratzbürstig und herrschend verhalten. Das sind Eigenschaften mit denen Albert Einstein angeblich im Kreise seiner Familie aufwartete. Sie sind nicht so in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt.

Das Wortbild Alb in Albert hängt mit den Alben, Elben und Elfen zusammen. Das mittelhochdeutsche Wort Albe bedeutete auch weißes Priestergewand. Im Namen Albert wirken mystische Kräfte, die ihn außergewöhnlich sein, Besonderes leisten oder zu einem unangenehmen Außenseiter werden lassen. Mit dem Wortbild er in Albert ist dieser mit der notwendigen aktiven männlichen Kraft ausgestattet. Mit dieser kann er zielbewusst arbeiten und das t am Ende des Namens Albert unterstützt ihn Dinge zu Ende zu bringen. Das t steht nämlich für Trennung, Tod und damit für Neubeginn.

In seinem Wirken wird Albert Einstein durch seinen Familiennamen begünstigt. Zweimal kommt in Einstein das Wort ein vor. Wissenschaftler fragen grundsätzlich nach dem Wesen und den Zusammenhängen der einzelnen Dinge, also nach der Einheit. Das Wortbild Stein in Einstein ließ ihn in seinen Forschungen unbeirrt und hart am Ball bleiben. Im Stein lag aber auch die Gefahr zu verhärten. Eine Seite, die er wiederum eher privat auslebte. Ein Stein heißt zusätzlich, dass Albert Einstein es vermochte, einer Sache seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Dieser Tatsache verdankt er vor allem seinen wissenschaftlichen Erfolg. Einstein hat nicht nur einen, sondern viele Steine ins Rollen gebracht!




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