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Marke
Namensfindung
Im Markt erfolgreiche
Markennamen kreieren
Warum Markennamen über Erfolg
oder Ruin von Unternehmen mitentscheiden
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Werbewirksame Namen
leicht gemacht |
Die Namens-Schöpfung
Namensgebungen von Unternehmen, Projekten und Produkten sind ein
Schöpfungsprozess. Wissen Sie, welche Bilder Sie mit welchem
Namen bewusst oder unbewusst öffnen? Rufen Sie ein „Kind“
beim falschen Namen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die
gewünschte Resonanz ausbleibt. Es ist entscheidend, dass gewählte
Namen mit gewünschten Unternehmenszielen im Einklang sind.
Dinge, die nicht synchron laufen, führen zu Reibereien und
blockieren den Absatzfluss.
Die Macht des (kollektiven) Unbewussten
Sie ist stärker als der Wille der Namensschöpfer. Die
Ursprungsbedeutung von Worten, die meist unbewussten kollektiven
Bilder hinter Worten und Buchstaben sowie verborgene Mythen, laden
Menschen ein oder aus, einem Unternehmen oder einem Produkt zu folgen
und Erfolg zu bescheren oder Scherereien zu machen. Ein
treffender Name vermag über einen wirtschaftlichen Treffer
zu entscheiden. Aus Unkenntnis von Mythen und Missachtung von Sprach-
und Lebensgesetzen können statt Gewinne wirtschaftliche Probleme
erwachsen.
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„Wer einen schlechten Namen
hat, ist halb gehangen!“
(Galizisches Sprichwort) |
Marke Namensfindung
- einige Beispiele:
Roomster
So heißt der Minivan von Škoda (seit 1991 Teil des
VW-Konzerns), der im September 2006 auf den Markt kam. „Roomster
ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus den Worten Room und Roadster,
und soll praktischen Nutzen (Platz, Raum) sowie Sportlichkeit suggerieren.
Können wir bei „Roadster“ noch „den Stern
auf der Straße“ assoziieren, bleibt bei einem „Roomster“
das Bild „Rumst er“ nicht aus: Bei einem Unfall macht
der „Roomster“ rums, einem umgangsprachlicher,
lautmalerischer Begriff für rumpeln. Abgesehen von
diesem traurigen Ende eines „Roomster“ hat der Begriff
insgesamt, nicht nur im deutschen Sprachraum, keine anziehende Wirkung.
Der Pajero von Mitsubishi
Das Modell Pajero geht auf das Jahr 1983 zurück.
„Sein Namensgeber ist eine Unterart der Pampaskatze, die in
unwegsamen Gebirgszügen Südamerikas lebt. In Ähnlichkeit
mit einer Wildkatze schien Pajero ein durchaus passender Namen für
einen Geländewagen zu sein. Doch in Argentinien, Spanien und
anderen Spanisch sprechenden Ländern sowie in Nordamerika hat
der Pajero den Namen Montero. Das spanische Wort pajero
bedeutet nämlich in der Vulgärsprache „Wichser“,
was Mitsubishi-Strategen scheinbar erst feststellten als die gewünschten
Verkaufszahlen ausblieben.
Riester
Rentiert sich die Riester-Rente? Riester ist ein
unglücklicher Begriff für ein erfolgloses Projekt, verheißt
doch der Familienname Riester Flickschusterei. Nach dem dtv-Atlas
zur Namenkunde bezieht sich der Name Riester auf „Reparaturen“.
Er geht auf das Wort reißen zurück. Riester und Riesterer
waren Flickschuster.
Der Phaeton, Archetyp des Versagers
Der VW-Konzern liefert mit dem Phaeton ein
Paradebeispiel dafür, wie sträflich es sein kann, ganzheitliche
Denkweisen zu ignorieren und Mythen zu vernachlässigen, denn
ein Auto mit diesem Namen konnte nur ein Flop werden. Der Name geht
zurück auf Phaethon, den Sohn des Sonnengottes Helios.
Als er, nachdem er von seinem Vater das Recht dazu eingefordert
hat, den Sonnenwagen übers Himmelszelt lenkt, zeigt sich, dass
er trotz seiner großen Worte keineswegs der Aufgabe gerecht
werden kann: Aus Ungeschicklichkeit entfacht er den großen
Weltbrand, dem er selbst zum Opfer fällt. So stellte sich denn
auch der VW-Phaeton als Möchtegern-Luxusauto heraus, das von
potenziellen Käufern nicht angenommen wird. Trotz der immensen
Entwicklungs- und Werbekosten blieb die Automarke weitgehend unbekannt,
und trotz des geplanten „Facelifts“ für den Phaeton
und einer beabsichtigten Neuauflage wird auch in Zukunft ein „Lift“
der Verkaufszahlen ausbleiben.
„Ein falscher Name – das ist der
Anfang vom Ende!“
(Shakespeare, „Sommernachtstraum“, Prolog) |
Die unbewusste Kraft der Buchstaben
am Beispiel von Google und Yahoo
„Fülle“ ist das essenzielle Qualitätsmerkmal
eines Suchsystems. Je mehr Fülle der Name verspricht, desto
erfolgreicher wird der Name sein.
Google
Der Neffe des US-amerikanischen Mathematikers Edward Kasner hatte
den Ausdruck im Jahr 1938 erfunden, um der Zahl mit einer Eins und
hundert Nullen einen Namen zu geben. Die Google-Gründer wiederum
suchten eine treffende Bezeichnung für die Fülle an Informationen,
die ihre Suchmaschine im Web finden sollte.
G symbolisiert eine Gießkanne
ohne Tülle. Das G vermag Energie zu halten und zu bewahren.
O symbolisiert Gefühl,
Leidenschaft und Kreativität, denn aus einem Kreis, der Vollkommenheit
verkörpert, können wir endlos schöpfen. Das doppelte
o wird u gesprochen. Es ist der tiefste Vokal, der für weibliche
Spiritualität steht, für Wissen und Weisheit aus der Tiefe.
Nochmals ein Pluspunkt für die anziehende Suchmaschine Google.
L steht für Leben,
Lust und Leichtigkeit, aber auch als „strenges“ L für
Linie und Dinge in einen klaren Rahmen bringen.
E steht für Energie,
aber auch für Existenz, das aus dem Lateinischen kommend hervortreten
bedeutet. Mit dem E geht es hinaus auf die Erde.
Hinzu kommen positiv wirkende Wortbilder in Google:
Das „Go“ heißt „gehen“, „geh!“
Ein Stopp(-Schild) mögen wir nicht so gerne! Die Buchstabenfolge
„le“ ist eine Verkleinerungs- und Koseform, siehe Haus
und Häus-le, wodurch der Name Google etwas Liebliches und Lebendiges
erhält. Zusätzlich kann aus Google ein Verb gebildet werden,
das selbst vom Duden anerkannt wird: „googeln“.
Yahoo tut sich hier schwerer:
„Yahoolen“ gibt es nicht und klingt komisch. Außerdem
ist der Anfangsbuchstabe Y nicht gerade einladend, steht er in der
Runendeutung doch für den Tod. „Zufällig“
taucht das Y als Kennzeichen auf deutschen Militärfahrzeugen
auf.
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SPECIAL:
The
Power of Language -
Nomen est omen for company and product names
Marke Namensfindung Anfang.
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